Schlagwort: Patenschaften

Pommernente

Traditionelles Hauptverbreitungsgebiet dieser vitalen Landente ist Pommern. Sie besitzt einen langen, breiten und tiefen Körper, ist ein ausgezeichneter Futterverwerter und zeichnet sich durch Robustheit aus. Der Bruttrieb ist bei dieser Rasse stark ausgeprägt und die Aufzucht der Jungtiere problemlos. Sie kommt in den Farben blau und schwarz vor, mit weißem Latz an Vorderhals und Kropf. Heute gibt es nur noch verstreute Einzelbestände dieser Rasse. Der Tierpark Neukölln hält beide Farbschläge.
Nach Bestandsrecherchen aus dem Jahr 2013 wurden 170 männliche und 335 weibliche Tiere gezählt.

Gefährdungsgrad: extrem gefährdet

Kategorie I (extrem gefährdet) in der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V.

Textquelle: Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V.

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Vorwerkhuhn

Bei dem Vorwerkhuhn handelt es sich um ein besonders wirtschaftliches Zweinutzungshuhn in Landhuhnform. Es ist kräftig und gedrungen mit einzigartiger, gleicher Zeichnung beider Geschlechter. Typisch ist das unter dem samtartigen Halsbehang zutage tretende Goldgelb und dessen Farbübergänge zum satten schwarz des Schwanzes.

Vorwerkhühner wurden ab 1900 von Oskar Vorwerk als wirtschaftliche Zweinutzungshühner (Eier und Fleisch) gezüchtet.

Gefährdungsgrad: Bestandsbeobachtung

Vorwarnstufe in der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V.

Textquelle: Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V.vorwerkhenne

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Sachsenhuhn

Ende des 19. Jahrhundert wurden die Ahnen der heutigen Sachsenhühner durch die Kreuzung von schwarzen Minorka und schwarzen Langschan gezüchtet. Ziel war die Herauszüchtung eines für das raue Klima geeigneten Leistungshuhns. Durch die Einkreuzung von Sumatra wurde die Kammgröße verringert und somit Einfrierungen bei Frost vorzubeugen. Beide Geschlechter tragen kleine, einfache Stehkämme. Weiterhin charakteristisch sind die kurzen Kehllappen und die kleinen, weißen Ohrscheiben. Sachsenhühner gibt es in den Farbschlägen schwarz, weiß, gesperbert und gelb. Bis 1923 gab es nur den schwarzen Farbschlag, welcher vom Tierpark Neukölln gehalten wird.

Das Sachsenhuhn zeichnet sich besonders durch klimatische Unempfindlichkeit, leichte Aufzucht, Frühreife und ruhiges Temperament aus. Es ist ein eifriger Futtersucher. Die Henne erreicht eine Eierleistung von 180 hellgelben bis hellbraunen Eiern pro Jahr mit einem Mindestgewicht von 55g.

Nach Bestandsrecherchen aus dem Jahr 2013 wurden 153 Hähne und 663 Hennen gezählt.

Gefährdungsgrad: extrem gefährdet

Kategorie I (extrem gefährdet) in der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V.

Textquelle: Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V.

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Ostfriesisches Milchschaf

Das Ostfriesische Milchschaf ist ein sehr anpassungsfähiges und widerstandsfähiges in Ostfriesland gezüchtetes Schaf, das durch die Zucht als Dreinutzungsrasse gerade für kleine Höfe geeignet ist. In größeren Beständen ist es eher selten. Es sind drei Farbschläge bekannt: weiß, schwarz und gescheckt. Der weiße Farbschlag ist mit Abstand der verbreiteste. Es ist fast die einzige rentable Art in der deutschen Milchschafhaltung und hat sich inzwischen auch im deutschen Binnenland bewährt. Die Hauptverbreitungsgebiete in Deutschland sind Sachsen und Niedersachsen. Das Ostfriesische Milchschaf ist eine der weltweit verbreitetsten Milchschafrassen.

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Angoraziege

Die Angoraziege zählt zu den Wollziegen. Die reinweiße Ziege hat langes, seidiges und lockig herabhängendes Haar. Im Gegensatz zum Schafwollhaar sind die Wollhaare der Angoraziege nicht gekräuselt. Der mittlere jährliche Wollertrag beträgt etwa 2,5 kg bei zweimaliger Schur und wird als Mohair für die Herstellung von Teppichen, Decken und Stoffen verwendet. Die Weltproduktion von Mohairwolle liegt bei 15.000 Tonnen.

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Kashmirziege

Die Kaschmirziege ist eine Rasse der Wollziegen. Definiert wird die Kaschmirziege über den mittleren Durchmesser der Unterwolle von unter 19 Mikrometern. Im Ursprungsgebiet des Himalaya und Pamir sowie deren Randgebieten kommt diese schlappohrige und gehörnte Ziege in den Farbschlägen grau, weiß, schwarz und braun vor. In Europa werden dagegen fast ausschließlich weiße Tiere gezüchtet, da sich die weiße Wolle beliebig einfärben lässt. Kaschmirziegen, von denen es ca. 20 Untertypen gibt, zeichnen sich durch eine lange, feine Unterwolle aus. Die Wolle ist deutlich feiner als die dünnste Schafwolle und gehört zu den feinsten Tierhaaren überhaupt. Die Tiere werden in den Industriestaaten geschoren, ansonsten wird die Unterwolle ausgerupft oder ausgekämmt. Jährlich können zwischen 150 und 200 Gramm Wolle je Tier gewonnen werden.

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Cröllwitzer Pute

Cröllwitzer PuterBereits in vorgeschichtlicher Zeit waren gezähmte Wildputen von den Indianern gehalten und gezüchtet worden. Ihr Fleisch war bevorzugt, aus ihren Knochen fertigte man Werkzeuge, aus den Federn Kleidung. Schon 1520 brachten spanische Seefahrer die ersten “Indischen Hühner” mit in ihre Heimat; 1524 gelangten sie nach England, 1533 nach Deutschland. In Venedig waren sie so kostbar, dass der Rat 1557 bestimmte, auf welcher Tafel “Indische Hühner” aufgetragen werden durften. In der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts gab es bereits am Niederrhein und in Holland Herden von Puten.” Zur Zucht der Cröllwitzer Puten kamen weiße, gestreifte und gescheckte Ronquières-Truthühner zum Einsatz. “Der Direktor und Begründer der ersten staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Geflügelzucht in Halle-Cröllwitz (1900 bis 1920), A. Beeck, gilt als Herauszüchter der Cröllwitzer Pute. In Cröllwitz stand ein großes Gelände in der Größe von 24 Morgen mit drei kleinen Teichen für die Kreuzungsversuche zur Verfügung.

Gefährdungsgrad: Gefährdet

Kategorie III (gefährdet) in der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V.

Textquelle: Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V.IMG_2180Puten-Gang

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Berliner Taubenrassen

Die 4 Berliner Taubenrassen (Berliner Kurze, Berliner Lange, Berliner Langlatschige Tümmler und die Schöneberger Streifigen) sind bei den Rassetauben als Kulturgut mit einer über 100-jährigen Geschichte bekannt. Viele Rassen haben ihren Ursprung in Städten oder Landesbereichen. Die genannten Rassen sind hier gezüchtet worden und erhielten somit auch hier ihren Namen. Im Namen sind zum Teil die Begriffe zur Zeichnung enthalten, wie z.B. „Streifige“. Dies bezog sich auf die Streifen, die Flügelbinden. Auch mit unterschiedlichen Größen und Figuren sowie Kopfformen bzw. langen Federn an den Füßen, den „Latschen“, haben sich unsere Vorgänger um verschiedene Typen und Formen bemüht. Mit zunehmender Zahl an neuen Rassen die in den letzten 50 Jahren entstanden sind, haben die alten Heimatrassen an Popularität verloren. Sie werden durch engagierte Züchter erhalten und sollten als Rasse mit ihrer über 100-jährigen Geschichte mehr Beachtung finden.

Vergesellschaftet sind sie mit den Zwerg-Cochin. Auf den ersten Blick wirkt dieses Huhn wie ein „Federball auf Füßen“. Die Tiere sind kurz, breit und haben einen sehr niedrigen Stand. Ihr üppiges Gefieder verfügt über ein dickes Daunenpolster. Auch die Läufe sind dicht befiedert, so dass man von den Beinen fast nichts mehr sieht.

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Rixdorfer Teich

Die Vielfalt der Entenvögel am Rixdorfer Teich

Auf dem, zum Tierpark gehörenden, Rixdorfer Teich leben unsere Schwäne und eine Vielzahl heimischer Entenarten. Die Vielfalt der Entenvögel lässt sich durch diese Vergesellschaftung, des größten bis hin zu einem der kleinsten Vertreter, sehr gut veranschaulichen.

Höckerschwäne gelten als die schwersten flugfähigen Vögel der Welt. Häufigkeit und Verbreitungsmuster sind heute das Ergebnis menschlichen Einflusses während der letzten Jahrhunderte. Ausrottung durch Bejagung und Eierraub stehen Schwanenhaltung aus der Zeit der Klöster, sowie die heutige Zuneigung der Bevölkerung gegenüber. Fütterung und verlustarmes Heranwachsen der Jungschwäne läßt regional Populationen bis zur Ausschöpfung zur Verfügung stehender Habitate ansteigen. Mittlerweile ist der Höckerschwan weltweit verbreitet.

Aus der Gruppe der Schwimm- und Gründelenten, die weniger stark an das Wasser gebunden sind, bei Gefahr senkrecht auffliegen und einen Teil der Nahrung auf dem Lande bzw. gründelnd suchen, leben hier unsere bekannten heimischen Stockenten. Sie ist die größte und häufigste Art unserer Wildenten und gleichzeitig die Stammform unserer Hausenten, mit Ausnahme der Warzenenten. Sie hält sich gern in der Nähe menschlicher Siedlungen auf und hat sich auch bei uns selbst angesiedelt. Im Herbst und Winter finden sich viele Gäste am reich gedeckten Tisch ein, während im Sommer nur wenige Enten mit ihren Küken zu sehen sind.

Weitere Enten dieser Gruppe sind die kleinen Krickenten. Sie kommen in Europa und Asien als Brutvogel vor und überwintern in Südeuropa und Nordafrika. Die bei uns seltenen brütende Spießente aus Nord- und Osteuropa überwintert im Mittelmeerraum. Diese Art ist leicht an ihren spießartigen verlängerten Schwanzfedern zu erkennen.

Eine andere Gruppe der Entenvögel ist die Gruppe der Tauchenten. Sie suchen ihre Nahrung tauchend, liegen insgesamt tiefer im Wasser und brauchen eine lange Anlaufbahn zum Auffliegen. Als häufigste Tauchente gilt die hübsche, kleine Reiherente. Sie brütet auf unseren Binnenseen. Das Brutgebiet erstreckt sich über Europa und Asien. Das schwarze Körpergefieder der Erpel wird durch weiße Flanken gekennzeichnet. Der namensgebende Federschopf, ähnlich dem heimischen Graureiher, und die stechend gelben Augen zieren den Kopf dieser Art. Noch auffälliger ist der kräftig orangene Kopf und der rote Schnabel der Erpel einer anderen Tauchente, der Kolbenente. Sie brütet in Deutschland nur noch vereinzelt im Norden. Ist aber in Südasien weit verbreitet.

Zu unseren Tierparkbewohnern gesellen sich auch eine Vielzahl an Wildvögeln. Hier leben z.B. Graureiher, Rohrsänger, Bläßhühner und Grünfüßige Teichhühner. Ebenso lebt hier ein Pärchen der seltenen und scheuen Zwergtaucher, welches jedes Jahr Junge aufzieht.

Auch einige Exoten bevölkern den Rixdorfer Teich. So kann man Goldfische entdecken und Schmuckschildkröten beim sonnenbaden beobachten. Diese werden leider immer wieder von Berliner Bürgern ausgesetzt.

 

 

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